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Junge Leute nach Berlin - 2 Tage Politik und Geschichte

L _hmann Kirsten
05. August 2010 0 Kommentare

49 junge Menschen zwischen 14 und 32 Jahren aus Uelzen und Celle haben vergangene Woche auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann Berlin besucht. Sie nutzten die Gelegenheit, sich an zwei Tagen über das historische und über das politische Berlin zu informieren.

"Ich finde es toll, wenn sich so viele junge Menschen für Politik  interessieren," so Kirsten Lühmann. "Politisches Interesse und Engagement junger Menschen sind tragende Pfeiler einer lebendigen Demokratie und die Grundvoraussetzung, um die eigenen Lebensverhältnisse mitzugestalten.


Nach der Anreise mit dem Zug stand gleich ein Besuch des Bundestages auf dem Programm. Ein Vortrag im Plenarsaal brachte der Gruppe architektonische Besonderheiten des Reichstages und die Abläufe im Bundestag näher. Anschließend gab es in einem Gespräch mit Kirsten Lühmann die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ein Rundgang durch den Bundestag und ein Foto vor der Kuppel rundeten den Besuch ab. Der Weg zum Hotel wurde dann für eine kleine Stadtrundfahrt genutzt.


Den Abend konnten die Teilnehmer frei gestalten. Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit, sich einige Orte noch einmal genauer anzugucken. Andere zogen es vor, in geselliger Runde Erfahrungen auszutauschen. Auch Kirsten Lühmann gesellte sich hier erneut dazu und stellte sich Fragen und Meinungen in einem persönlicheren Rahmen.


Der zweite Tag begann früh. Ziel war das ZDF-Hauptstadtstudio. Die Teilnehmer konnten als Gäste des Morgenmagazins die aktuelle Sendung live miterleben. Ein Rundgang im Studio brachte Einblicke in die Welt des Fernsehens. Neu für die Gruppe war, dass die leckersten Häppchen nur Requisiten waren.
Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen deutscher Geschichte. Beim Besuch der Ausstellung "Topographie des Terrors", die sich übrigens seit diesem Jahr in einem neu gebauten Gebäude befindet, stand die nationalsozialistische Diktatur im Mittelpunkt. Auf dem ehemaligen Gelände des Reichssicherheitshauptamtes wurde gezeigt, mit welcher Akribie die Nationalsozialisten ihren Terror planten und umsetzten. Von den Anfängen der Diktatur, über die bald folgende organisierte Verfolgung, bis hin zur gerichtlichen Aufarbeitung, die nicht jeden Schuldigen auch bestrafte. Für jeden Themenbereich standen der Gruppe geschulte Begleiter zur Verfügung.


Am Nachmittag besuchte die Gruppe das ehemalige Untersuchungsgefängnis der StaSi in Hohenschönhausen. Auch hier wird Geschichte greifbar gemacht. Zellen und Verhörräume, noch weitgehend im Originalzustand, wurden von Zeitzeugen erläutert, die diese Umstände selbst erlebt haben. Manche haben sogar in diesem Gefängnis eingesessen. Was das für den Einzelnen bedeutet, ist für nicht Betroffene nur schwer nachvollziehbar. Monatelange, vielleicht jahrelange Isolation, kein Kontakt zu Mithäftlingen und nicht enden wollende Verhöre durch die StaSi. 
Diese und weitere Einzelheiten lassen die psychische Folter nur erahnen, der die Häftlinge ausgesetzt waren, häufig genug wegen einer unbedachten Bemerkung gegen den Staat oder ähnlicher Bagatellen.


Am Abend ging es dann wieder mit dem Zug in Richtung Celle und Uelzen. Dem anspruchsvollen Programm geschuldet, war die Gruppe entsprechend erschöpft, aber die Fahrt hat Gefallen gefunden und jeder und jede hat etwas von dieser Fahrt mitnehmen können. "Besonders die Runde mit Kirsten Lühmann am Abend hat mir gefallen. Selten erlebt man so offene Politiker. Das war toll," äußerte dazu eine Teilnehmerin.


Michael Chales de Beaulieu
Wahlkreismitarbeiter
Büro Kirsten Lühmann MdB 



 

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